Shopware Kosten 2026: Was Shopware über 24 Monate wirklich kostet und wann sich eine individuelle Lösung lohnt
Die Lizenz ist nur eine Zeile der Shopware-Kosten. Hier siehst du, was die Pläne offiziell kosten, was im Vertrag steht und welche Posten über 24 Monate entscheiden, ob Shopware oder eine individuelle Lösung günstiger ist.

Kurze Antwort
Shopware kostet laut eigener Preisseite 0 € (Quelle, Stand 2026-10) für die Community Edition, ab 600 € im Monat (Quelle, Stand 2026-10) für Rise und ab 2.400 € im Monat (Quelle, Stand 2026-10) für Evolve, jeweils zzgl. MwSt.; Beyond gibt es nur auf Anfrage, und der genaue Preis richtet sich nach deinem Warenumsatz (GMV). Für die Shopware-Kosten über 24 Monate ist die Lizenz aber nur eine Zeile: Dazu kommen Agenturarbeit, gemietete Erweiterungen aus dem Shopware Store, Hosting und die Arbeit an Updates. Shopware bleibt die bessere Wahl, solange dein Verkaufsprozess in den Standard und seine Erweiterungen passt. Eine individuelle Lösung lohnt sich erst, wenn Lizenz, Erweiterungen und Anpassungen für Kundenpreise oder die ERP-Anbindung über 24 Monate mehr kosten als Aufbau und Betrieb eines eigenen Shops.
Was kostet Shopware 2026? Pläne und Preise im Überblick
Shopware kostet 2026 je nach Plan zwischen 0 € und einem individuell vereinbarten Betrag im Monat. Die Preisseite von Shopware nennt vier Pläne, für Rise und Evolve nur einen Einstiegspreis, alle Preise zzgl. MwSt.
| Plan | Preis laut Preisseite | Support von Shopware | Ausgewählte Funktionen laut Preisseite |
|---|---|---|---|
| Community Edition | 0 € (Quelle, Stand 2026-10) | keiner, nur Community-Forum | Open-Source-Kern |
| Rise | ab 600 € im Monat (Quelle, Stand 2026-10) | Reaktionszeit 8 Stunden, Mo. bis Fr. | Shopware Intelligence, 3D-Funktionen, unbegrenzte Verkaufskanäle |
| Evolve | ab 2.400 € im Monat (Quelle, Stand 2026-10) | Reaktionszeit 4 Stunden, Mo. bis Fr., telefonischer Support | zusätzlich B2B Components, Advanced Search, Dynamic Access |
| Beyond | individuell, auf Anfrage | Reaktionszeit 1 Stunde, rund um die Uhr | zusätzlich Kundenspezifische Preise, Multi-Inventory, Abonnements, Digital Sales Rooms |
Die Einstiegspreise für Rise und Evolve sind Untergrenzen, keine Listenpreise. Wer nach den Shopware 6 Kosten für seinen Shop sucht, bekommt den verbindlichen Betrag erst im Angebot von Shopware.
Laut Preisseite kostet Shopware SaaS so viel wie die selbst gehostete Variante, für Shopware PaaS gilt eine individuelle Preisgestaltung. Die Community Edition ist in der Shopware Cloud nicht verfügbar, Einrichtung und Wartung liegen bei dir.
Wovon hängt der Shopware-Preis ab?
Der Preis eines Shopware-Plans hängt laut Preisseite vom Gross Merchandise Value (GMV) und von weiteren individuellen Faktoren ab. Die Shopware-AGB (Stand 10.06.2026) nennen die Grundlage der Vergütung Berechnungsfaktor (Ziff. 2.5 und 32.1). Der Berechnungsfaktor steht im Vertrag und beruht entweder auf dem maximal zulässigen GMV oder auf der maximalen Zahl an Bestellungen pro Jahr.
Shopware veröffentlicht weder GMV-Schwellen für die einzelnen Pläne noch Aufschläge je Umsatzstufe. Zahlen dazu aus Agenturblogs sind Schätzungen. Verlässlich sind nur das Angebot von Shopware und dein bestehender Vertrag.
Wie lange bindet dich ein Shopware-Plan?
Ein bezahlter Shopware-Plan bindet dich laut Shopware-AGB (Stand 10.06.2026) zunächst für 24 Monate, sofern dein Vertrag nichts anderes festlegt (Ziff. 31.2). Danach verlängert sich der Vertrag um einen Zeitraum in Länge der Mindestlaufzeit, höchstens um 24 Monate, wenn du nicht sechs Monate vor Laufzeitende schriftlich kündigst.
Zur Vergütung regeln die Shopware-AGB (Stand 10.06.2026) drei Punkte, die in deine Planung gehören:
- Rechnung: jährlich im Voraus zu Beginn jedes Vertragsjahres, wenn der Vertrag nichts anderes nennt (Ziff. 32.3).
- Jährliche Prüfung: Shopware prüft den Berechnungsfaktor einmal pro Jahr. Liegst du mehr als 5 % darüber, wird die Vergütung für die Zukunft angepasst, Nachzahlungen gibt es nicht (Ziff. 32.2).
- Preiserhöhung: Nach der Mindestlaufzeit darf Shopware die Vergütung zu Beginn jeder weiteren Laufzeit um bis zu 20 % erhöhen, mit vier Monaten Vorankündigung. Du kannst dann innerhalb eines Monats zum Ende der laufenden Laufzeit kündigen (Ziff. 32.4).
Für Verträge, die vor dem 03.03.2026 geschlossen oder zuletzt einvernehmlich verlängert wurden, nennen die Shopware-AGB (Stand 10.06.2026) abweichende Regeln: Verlängerung um zwölf Monate, drei Monate Kündigungsfrist und höchstens 10 % Erhöhung pro Kalenderjahr. Welche Fassung für deinen Shopware-Plan gilt, steht in deinem Vertrag.
Aus Einstiegspreis und Mindestlaufzeit ergibt sich die Untergrenze der Shopware-Lizenz. Rise kostet über 24 Monate mindestens 600 € × 24 = 14.400 €, Evolve mindestens 2.400 € × 24 = 57.600 €, jeweils zzgl. MwSt. Beide Summen sind nur die Lizenz zum Einstiegspreis. Dein Angebot kann höher liegen, und Agentur, Erweiterungen und Hosting sind darin nicht enthalten.
Ist Shopware kostenlos? Community Edition, MIT-Lizenz und Fair Usage Policy
Ja, die Community Edition von Shopware 6 ist kostenlos: Ihr Kern steht unter der MIT-Lizenz, und die Shopware-AGB (Stand 10.06.2026, Ziff. 21.1 und 22.1) bestätigen die unentgeltliche Überlassung unter dieser Lizenz. Kostenlos ist aber nur die Software. Shopware leistet für die Community Edition keinen Support (Ziff. 21.2), und Hosting, Einrichtung und Wartung bezahlst du selbst.
Die Fair Usage Policy von Shopware begrenzt nicht die Software, sondern den Zugang zu Shopware Account und Shopware Store. Laut Shopware-AGB (Stand 10.06.2026, Ziff. 4.2) darfst du die Community Edition nur dann mit einem Shopware Account nutzen, wenn der GMV der Shops in diesem Account in den letzten 365 Tagen eine Million Euro netto nicht übersteigt. Liegt der GMV höher, ist die Community Edition nur ohne Shopware Account zulässig. Shopware hat die Regel am 12.03.2025 angekündigt, sie gilt seit dem 24.03.2025 und ändert laut Shopware nichts an der Open-Source-Lizenz.
Der GMV ist nicht dein Umsatz nach Retouren. Laut Shopware-AGB (Stand 10.06.2026, Ziff. 2.15) senken Rücksendungen den GMV nicht, Rabatte senken ihn, Steuern bleiben außen vor und Versandkosten zählen mit. Ein Rechenbeispiel: Ein Shop mit 1,1 Mio. € Nettobestellwert und 15 % Retouren behält 935.000 € Umsatz, liegt mit seinem GMV aber über der Schwelle der Fair Usage Policy.
Den GMV musst du Shopware melden, auch wenn dein Shop weit unter der Schwelle liegt: Laut Shopware gilt die Meldepflicht für alle Nutzer der Community Edition, über die Erweiterung Shopware GMV Reporting oder mindestens einmal im Jahr per Formular. Shops auf Shopware 5 betrifft die Fair Usage Policy nicht, solange sie bei Shopware 5 bleiben.
Oberhalb von 1 Mio. € GMV hast du mit der Community Edition zwei Wege: einen bezahlten Plan buchen oder den Shop ohne Shopware Account und Store weiterbetreiben. Laut Mitteilung von Shopware bleiben gekaufte Erweiterungen dann nutzbar, gemietete laufen bis zum Ende der aktuellen Laufzeit, und neue Erweiterungen oder Updates aus dem Store gibt es ohne Account nicht mehr. Shopware spricht betroffene Händler nach eigener Aussage einzeln an, behält sich die Sperrung und die Kündigung bestehender Mieten aber vor.
Für die Kostenrechnung ist die Schwelle der Fair Usage Policy ein Sprung: Unter 1 Mio. € GMV kostet die Shopware-Lizenz 0 €, darüber stehen mindestens 14.400 € Lizenz für 24 Monate Rise zum Einstiegspreis im Raum, oder ein Betrieb ohne Store-Updates, in dem deine Agentur gemietete Erweiterungen ersetzen muss.
Welche Shopware-Kosten stehen nicht auf der Preisseite?
Die größten Posten außerhalb der Preisseite sind Agenturarbeit, Erweiterungen aus dem Shopware Store, Hosting und die ERP-Anbindung. Shopware veröffentlicht für keinen dieser Posten einen typischen Betrag. Du trägst sie deshalb aus deinen eigenen Rechnungen zusammen.
Agentur und Umsetzung
Für die Arbeit einer Shopware-Agentur gibt es keine offizielle Preisliste, nur Angaben einzelner Agenturen. Die Agentur great2gether nennt auf ihrer Website (abgerufen am 07.10.2026) Stundensätze, die typischerweise zwischen 100 € und 180 € liegen, einen eigenen Satz von 160 € pro Entwicklungsstunde und einen fertig eingerichteten Shopware-6-Shop ab 10.900 €. Das sind die Schätzung und das Angebot einer einzelnen Agentur, keine Marktstatistik.
Teile die Rechnungen deiner Shopware-Agentur aus den letzten zwölf Monaten in drei Gruppen: neue Funktionen, laufende Wartung und Arbeit an Updates. In die 24-Monats-Rechnung gehört der Monatsdurchschnitt jeder Gruppe, nicht der Preis des ursprünglichen Projekts.
Erweiterungen aus dem Shopware Store
Kostenpflichtige Erweiterungen aus dem Shopware Store werden gemietet. Laut Shopware-AGB (Stand 10.06.2026, Ziff. 55.2) gilt für eine gemietete Erweiterung je nach Angebot eine Mindestlaufzeit von einem Monat oder zwölf Monaten, die sich jeweils um denselben Zeitraum verlängert. Updates für eine kostenpflichtige Erweiterung bekommst du nur, solange du sie mietest (Ziff. 55.4).
Rechne die Abrechnungen deiner gemieteten Shopware-Erweiterungen aus den letzten drei Monaten auf 24 Monate hoch. Eigene Plugins deiner Agentur führst du getrennt: Sie kosten keine Miete, aber bei jedem Major-Update Entwicklerstunden.
Hosting und Betrieb
Bei einem selbst gehosteten Shopware-Shop bezahlst du den Hoster und jemanden, der Server, Updates und Monitoring betreut. Bei Shopware SaaS und PaaS übernimmt laut Preisseite Shopware das Hosting. Für die Rechnung eines selbst gehosteten Shops brauchst du die Hosting-Kosten pro Monat und die Stunden, die Agentur oder eigenes Team für den Betrieb aufwenden.
ERP-Anbindung
Eine Shopware ERP Anbindung an JTL-Wawi, SAP, Microsoft Dynamics 365 oder Oracle NetSuite läuft über einen fertigen Konnektor oder über eine eigene Integration gegen die Shopware-API. Beide Wege kosten laufend Geld: der Konnektor als Miete oder Lizenz, die eigene Integration als Wartung, sobald sich Datenmodell oder Preislogik ändern.
Teuer wird die ERP-Anbindung, wenn jeder Kunde eigene Preise aus dem ERP bekommt. Die Funktion Kundenspezifische Preise steht laut Shopware-Dokumentation erst ab dem Plan Beyond über die Erweiterung Shopware Commercial zur Verfügung und wird ausschließlich über die API gepflegt. Abweichende Preise nach Regeln des Rule Builders kannst du laut Produktdokumentation direkt am Produkt hinterlegen. Ob solche Regeln für deine Kundenpreislisten reichen, entscheidet über den Shopware-Plan, den du brauchst.
Wie eine ERP-Anbindung ohne Konnektor-Kette aufgebaut ist und wie ein B2B-Shopsystem mit eigenen Preislisten Kundenkonditionen abbildet, beschreiben wir auf unseren Leistungsseiten.
Was kosten Updates? Shopware 5 End of Life und jährliche Major-Versionen
Updates sind bei Shopware ein laufender Posten, kein einmaliger: Erweiterungen, eigene Plugins und Theme müssen zu jeder neuen Version passen.
Shopware 5 hat sein End of Life erreicht. Laut Shopware gab es Fehlerbehebungen bis Ende Juli 2023 und Security Updates bis Ende Juli 2024. Seitdem liegt Shopware 5 laut den Antworten von Shopware zum End of Life bei der Community und beim Anbieter safefive, der Updates gegen Gebühr liefert. Wer 2026 noch Shopware 5 betreibt, bezahlt also diesen Dienst oder trägt das Sicherheitsrisiko selbst.
Der Umstieg von Shopware 5 auf Shopware 6 ist kein Update, sondern ein neues Projekt. Die Shopware-AGB (Stand 10.06.2026, Ziff. 28.1) nehmen neue Generationen der Software von den Aktualisierungen aus und nennen Shopware 6 nach Shopware 5 als Beispiel. Bei einer Shopware 5 auf 6 Migration ziehen die Daten um, das Theme entsteht neu, und jede Erweiterung braucht einen Ersatz. Einen Preis nennt Shopware dafür nicht. Die Agentur smart-dato schätzt in ihrem Blogbeitrag (aktualisiert am 22.09.2026) 15.000 € bis 60.000 €, abhängig von den eigenen Plugins und zuzüglich Datenmigration. Das ist die Schätzung einer einzelnen Agentur, kein Marktwert.
Laut Release Policy von Shopware ist für Shopware 6 eine Major-Version pro Jahr geplant, und Major-Versionen können Änderungen enthalten, an die Erweiterungen und eigener Code angepasst werden müssen. Die letzten drei Major-Versionen erschienen laut GitHub im Mai 2023 (6.5), im April 2024 (6.6) und im Juni 2025 (6.7). Eine Version 6.8.0.0 war dort am 07.10.2026 noch nicht veröffentlicht.
Eine ältere Shopware-6-Version kannst du nur begrenzt behalten. Die vorherige Major-Version erhält laut Shopware erweiterten Support, bis die nächste erscheint, und danach ein Jahr lang nur noch Sicherheitskorrekturen über das Security-Plugin. Die Übergänge hängen laut Release Policy an den Releases, nicht an festen Terminen.
Plane in der 24-Monats-Rechnung für Shopware 6 mindestens ein Major-Update ein. Laut Shopware-AGB (Stand 10.06.2026, Ziff. 28.3 und 28.5) schuldet Shopware die Installation von Aktualisierungen nicht und kann sie nur für Standardinstallationen testen. Je mehr eigene Plugins und angepasste Erweiterungen dein Shop hat, desto mehr Stunden kostet jedes Update.
Shopware oder individuelle Lösung: So rechnest du die 24 Monate
Vergleiche Shopware und eine individuelle Lösung über 24 Monate und nur über die Posten, die sich zwischen beiden unterscheiden. 24 Monate sind laut Shopware-AGB die Mindestlaufzeit der bezahlten Pläne, und für diesen Zeitraum kannst du die Posten mit echten Rechnungen füllen.
| Posten | Shopware | Individuelle Lösung |
|---|---|---|
| Plattform | Lizenz des Plans, abhängig vom GMV | Keine Lizenzgebühr für einen Open-Source-Kern |
| Erweiterungen | Mieten im Shopware Store | Im Shop gebaut oder als Dienst angebunden |
| Anpassungen | Agenturstunden und eigene Plugins | Wartung und Weiterentwicklung |
| Hosting | Hoster und Betrieb, bei SaaS im Plan | Hosting und Betrieb |
| ERP | Konnektor oder eigene Integration plus Pflege | Integration im Shop plus Pflege |
| Updates | Major-Updates für Erweiterungen, Plugins und Theme | Updates der eigenen Codebasis |
| Zahlungen | Gebühr deines Zahlungsanbieters | Gebühr deines Zahlungsanbieters |
| Einmalig | Bei Shopware 5 der Umstieg auf Shopware 6 | Aufbau, Datenmigration, Weiterleitungen |
Die Gebühr des Zahlungsanbieters fällt mit Shopware und mit einem eigenen Shop an. Rechne deshalb nur die Differenz, und lass Arbeit weg, die in beiden Varianten gleich anfällt, etwa Produktpflege.
Die Shopware-Lizenz kostet über 24 Monate mindestens 14.400 € (Rise) oder 57.600 € (Evolve), jeweils zum Einstiegspreis der Preisseite und zzgl. MwSt. Unser Angebot für einen eigenen Shop beginnt bei 10.000 € zzgl. MwSt. für den Aufbau und 100 € netto pro Monat für Hosting und Wartung. Das sind 10.000 € + 24 × 100 € = 12.400 € netto über 24 Monate, bevor du ERP-Anbindung, Zahlungsanbieter und Weiterentwicklung dazurechnest.
Die Untergrenzen von 14.400 € und 57.600 € für die Shopware-Lizenz und 12.400 € für einen eigenen Shop sind noch kein Vergleich. Auf der Shopware-Seite fehlen Agentur, Erweiterungen, Hosting und Updates, auf der Seite der individuellen Lösung fehlen ERP-Anbindung, Datenmigration und Weiterentwicklung. Nutzt du die Community Edition unter 1 Mio. € GMV, steht bei der Lizenz 0 €, und der Vergleich läuft nur über Agentur, Erweiterungen und Updates. Dann ist Shopware oft günstiger.
Die Kosten eines eigenen Shops kannst du im Rechner für die 24-Monats-Kosten (im Artikel zu den Shopify-Kosten) durchspielen. Der Rechner kennt nur Shopify-Tarife, das Modell ist dasselbe: Stelle deine Shopware-Posten als Monatsbeträge neben Aufbau, Hosting und Wartung einer individuellen Lösung. Das allgemeine Vorgehen beschreibt unser Artikel 24-Monats-Kosten von Standard- und Individualsoftware vergleichen.
Wann Shopware die bessere Wahl bleibt
Shopware bleibt die bessere Wahl, wenn dein Verkaufsprozess in den Standard und seine Erweiterungen passt und die Posten außerhalb der Lizenz überschaubar sind. Eine individuelle Lösung bringt in dieser Lage Aufbaukosten und Verantwortung für den Betrieb, ohne ein Problem zu lösen.
Bleib bei Shopware, wenn mehrere dieser Punkte zutreffen:
- Dein Prozess passt in den Standard, und für B2B reichen dir die B2B Components des Plans Evolve.
- Du arbeitest mit einer Shopware-Agentur, und dein Team kennt das System.
- Die Funktionen, die du brauchst, gibt es als fertige Erweiterungen im Shopware Store.
- Du liegst mit der Community Edition unter 1 Mio. € GMV und mietest nur wenige Erweiterungen.
- Du willst Support vom Hersteller mit zugesagter Reaktionszeit.
- Du hast kein eigenes IT-Team und willst keines aufbauen.
Passt dein Prozess in den Shopware-Standard, bringt eine Aufräumrunde mehr als ein Wechsel: Erweiterungen kündigen, die niemand nutzt, doppelte Funktionen zusammenlegen und eigene Plugins vor dem nächsten Major-Update prüfen. Wie das abläuft, beschreiben wir unter Shop vereinfachen statt migrieren.
Wann sich eine individuelle Lösung lohnt
Eine individuelle Lösung lohnt sich, wenn dein Prozess dauerhaft nicht in den Shopware-Standard passt und die Kosten dafür Jahr für Jahr wiederkehren. Typisch sind diese Signale:
- Preise und Konditionen deiner Kunden kommen aus dem ERP, und für die Funktion Kundenspezifische Preise müsstest du Beyond buchen.
- Du würdest einen höheren Shopware-Plan nur wegen einer einzigen Funktion buchen.
- Du mietest viele Erweiterungen und pflegst eigene Plugins, die bei jeder Major-Version Arbeit machen.
- Die Lizenz steigt mit dem GMV, ohne dass du neue Funktionen nutzt.
- Du stehst vor dem Umstieg von Shopware 5 und damit ohnehin vor einem neuen Projekt.
Als Shopware Alternative kommt für einen Shop mit eigener Preis- und ERP-Logik weniger ein anderes Shopsystem mit ähnlichen Standardgrenzen in Frage als ein Shop, dessen Logik dir gehört. Was etwa bei Shopify mit dem Umsatz wächst, zeigt unser Artikel zu den Shopify-Kosten.
Wir bauen eigene Shops auf Medusa, einer Open-Source-Commerce-Plattform, deren Kern unter MIT-Lizenz steht, ohne Lizenzgebühr für diesen Kern. Eine Einschränkung: Rollen und Rechte (RBAC) und Single Sign-on (SSO) sind seit dem 11.08.2026 Enterprise-Funktionen von Medusa und brauchen eine kommerzielle Vereinbarung mit Medusa. Alufix ist eine vollständige E-Commerce-Lösung, die unser Team mit Medusa.js gebaut hat. Mehr steht auf der Seite zur Shop-Entwicklung mit Medusa.js.
Ein Wechsel von Shopware kostet mehr als den Aufbau des neuen Shops: Produkte, Kundenkonten und Bestellhistorie ziehen um, und Weiterleitungen sichern, dass Suchmaschinen deine Seiten wiederfinden. Wie du einen Wechsel von Shopware planst, beschreiben wir auf der Leistungsseite zum Relaunch. Die ERP-Anbindung an ein System wie JTL-Wawi, SAP, Microsoft Dynamics 365 oder Oracle NetSuite kommt nach dem Start als eigene, getrennt kalkulierte Arbeit dazu.
Wenn die Rechnung über 24 Monate für eine individuelle Lösung spricht, starten wir mit Live-E-Commerce in 30 Tagen: ein laufender B2B- und B2C-Shop auf unserer Medusa-Basis, angepasst an deine Prozesse, ab 10.000 € zzgl. MwSt. Hosting und Wartung kosten danach ab 100 € netto pro Monat.
Häufige Fragen
Ist Shopware kostenlos?
Die Community Edition von Shopware 6 ist Open Source unter MIT-Lizenz und kostet keine Lizenzgebühr. Hosting, Einrichtung, Wartung und Erweiterungen bezahlst du selbst, und Shopware leistet für diese Edition keinen Support. Seit März 2025 gilt außerdem eine Grenze: Zusammen mit einem Shopware Account und dem Shopware Store darfst du die Community Edition nur bis 1 Mio. € GMV in den letzten 365 Tagen nutzen.
Was kostet Shopware im Monat?
Laut Shopware-Preisseite (Stand Oktober 2026) kostet Rise ab 600 € und Evolve ab 2.400 € im Monat, jeweils zzgl. MwSt. Beyond wird individuell angeboten, die Community Edition kostet 0 €. Der tatsächliche Preis hängt vom GMV und weiteren Faktoren ab und steht erst in deinem Angebot. Zur Monatsrechnung gehören außerdem Agenturstunden, gemietete Erweiterungen, Hosting und die Pflege der ERP-Anbindung.
Was passiert, wenn mein Shop mit der Community Edition über 1 Mio. € GMV kommt?
Shopware spricht betroffene Händler nach eigener Aussage einzeln an und macht ein Angebot. Du kannst Rise, Evolve oder Beyond buchen oder die Community Edition ohne Shopware Account und Store weiterbetreiben. Im zweiten Fall bleiben gekaufte Erweiterungen nutzbar, gemietete laufen bis zum Ende ihrer Laufzeit, neue Erweiterungen und Updates aus dem Store bekommst du nicht mehr. Wichtig für die Schwelle: Retouren senken den GMV nicht.
Wie lange läuft ein Vertrag für Shopware Rise, Evolve oder Beyond?
Laut Shopware-AGB vom 10.06.2026 beträgt die Mindestlaufzeit 24 Monate, wenn dein Vertrag nichts anderes regelt. Danach verlängert er sich um höchstens weitere 24 Monate, sofern du nicht sechs Monate vor Laufzeitende schriftlich kündigst. Zu Beginn einer neuen Laufzeit darf Shopware die Vergütung um bis zu 20 % erhöhen, dann hast du ein Sonderkündigungsrecht. Für Verträge vor dem 03.03.2026 gelten andere Fristen, prüfe deshalb deinen Vertrag.
Was kostet der Umstieg von Shopware 5 auf Shopware 6?
Shopware nennt dafür keinen Preis, denn der Umstieg ist ein neues Projekt: Daten ziehen um, das Theme entsteht neu, und jede Erweiterung braucht einen Ersatz. Die Agentur smart-dato schätzt in einem im September 2026 aktualisierten Beitrag 15.000 € bis 60.000 €, abhängig von den eigenen Plugins. Lass vor einem Angebot alle Erweiterungen und Anpassungen auflisten und rechne den Umstieg auch gegen eine individuelle Lösung.
Noch Fragen nach dem Lesen?
Beschreibe, was der Artikel für dein Unternehmen offen lässt. Wir antworten innerhalb eines Arbeitstags und bereiten vor dem Gespräch eine Hypothese vor.
Eine Frage zum Artikel Etwas passt nicht zu deiner Situation, oder du willst eine Annahme hinter einer Zahl prüfen.
Dein eigenes Problem Beschreibe den Vertriebsprozess und wo deine aktuelle Plattform nicht mehr reicht.
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